Begleitung von Veränderungsprozessen

Projektentwicklung, Analyse und Konzeption


Inhaltliche Ausrichtung und Gestaltung eines Science Center

 »Unsichtbares sichtbar machen«, Science Center und Innovationsräume für ein Unternehmen aus dem Bereich der Kommunikationstechnik. Geplante Dimension: 2400qm.

 


In Kooperation mit Zechner & Zechner ZT GmbH, www.zechner.com



Eine wesentliche Frage von Beginn an war, wie man mit der Tatsache umgeht, daß die Exponate
des bisherigen Firmenmuseums als Objekte relativ unscheinbar und ihre Funktion, sowie ihre Besonderheit und Qualität nirgends ablesbar waren. Die zweite Frage war die nach dem Sinn und Zweck. Warum soll es überhaupt ein neues Firmenmuseum geben? Was soll es können und für wen wird es geplant?


Wir starteten einen Arbeitsprozess, bei dem wir einerseits Analyse- und Konzeptionsmöglichkeiten entwickelt haben, um in weiterer Folge diese in einem dialogischen Entwicklungsprozess mit der Firmenleitung und dem Architektenteam zu schärfen und weiter zu entwickeln. Unsichtbares sichtbar machen wurde zu unserem Kernthema, das einerseits unsere Herangehensweise plastisch illustriert, andererseits ein eigener Arbeitsauftrag für die Konzeption dieses Projektes wurde.


In unterschiedlichen Teams wurde das Potential einer Neuaufstellung des Museums und damit auch die Veränderung der Kommunikationskultur des Unternehmens nach innen wie nach aussen analysiert. Im Zuge der Projektentwicklung entstand der Ansatz zum Neuentwurf der Firmenzentrale. In dieser Konzeption mit vorgesehen sind Museums- und Innovationsräume, die den Aufgaben und Kompetenzen des Unternehmens gerecht werden sollen. Ein vielseitiger Ort der Wissensvermittlung und Kommunikation. Ein Ort, an dem die Unternehmensgeschichte, aktuelle Innovation, Forschung und Entwicklung, Unternehmens- und Produktpräsentation Hand in Hand gehen, sich gegenseitig bereichern und unter einem Dach erlebbar werden.


____________________________




Konzept- und Formatentwicklung, Kreation


Szenografie

Teamkoordination, Kommunikation, Realisierung




Illustre, Illustration aus Oesterreich, Design Forum Wien 2008, Riga 2010, Tallinn 2011, Plovdiv 2014


Illustrationen von: Adhocrates Collective, Atzgerei, Bernd Ertl, Heidemarie Grillitsch, Renate Habinger, Tom Mackinger, Bruce Meek, Gina Müller, Linda Wolfsgruber

Interviews mit: Oscar Bronner,Hildegard Gärtner, Matthias Heise, Heinz Janisch, Johannes Kastner, Franz Lettner, Gustav Schörghofer, Caroline Seidler und Klaus Stimeder

Videoproduktion: in Zusammenarbeit mit Arian Andie



Für das Vermittlungsprojekt Illustre haben wir ein eigenes Format entwickelt, das auf die starke Miteinbeziehung der portraitierten Berufsgruppe ausgelegt ist. Die in enger Zusammenarbeit mit

den Illustratoren und Illustratorinnen produzierten Filme dokumentieren den jeweiligen Entsteh-ungsprozess vom weißen Blatt bis zur fertigen Arbeit.


Zusätzlich starteten wir eine Gesprächsreihe mit Akteuren aller beteiligten Sparten. Die daraus entstandenen Interviews
mit Verlegern, Autorinnen und Agentinnen beleuchten das Zusammenwirken von Medienanstalten/ Verlagen/Agenturen
und Kunstschaffenden und vervollständigen das Bild. Diese Interviews wurden in Form von Audiostationen in die Ausstellung integriert.


____________________________




Formatentwicklung, Kreation


Szenografie

Kommunikation, Produktion




Das Dreieck meiner Kindheit, Eine jüdische Vorstadtgemeinde in Wien XV, Herklotzgasse 21, 1150 Wien; Dauerausstellung, Ausstellungsfläche ca. 300qm

Initiatoren: Judith Pühringer und Micheal Kofler; Produktion: dieloop.at und Verein coobra; Kurator: Georg Traska; Filme: Ursula Henzl, Vermittlung: Alexandra Zabransky

www.hkg21.arbeitplus.at



Die Initiatoren Judith Pühringer und Micheal Kofler vom Verein coobra und dieloop.at. recherchierten die Geschichte des Hauses in der Herklotzgasse 21. In diesem ehemaligen Gemeindehaus und in den heutigen Büroräumen der Vereine coobra und dieloop.at waren bis 1938 ein Kindergarten, Fürsorge- und zionistische Vereine untergebracht. Diese Geschichte sollte wissenschaftlich aufgearbeitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

In unterschiedlichen Teams wurde ein Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt entwickelt, das auf Interaktivität und Aktivierung der sozialen Umgebung ausgerichtet ist. Die Einbeziehung von Schul-klassen und Gruppen, gemeinsame Begehungen, Workshops, Führungen und Diskussionen finden sowohl in der aktiven Bespielung der Räume in der Herklotzgasse 21, als auch im öffentlichen Raum im Bezirk statt.


Im Zentrum der Ausstellung stehen die Stimmen der Menschen, die hier aufwuchsen und vertrieben wurden. Zwölf der fünf-zehn Überlebenden, die für dieses Projekt überwiegend in Israel interviewt wurden, gingen in der Herklotzgasse 21 in den Kindergarten oder in den Turnverein. Die Ausstellung aktiviert die historischen Schauplätze der jüdischen Gemeinde. Sie verbindet archivarische Recherche mit der lebendigen Erinnerung von Menschen, die hier aufwuchsen und von hier fliehen mussten. Erinnerungsobjekte, Dokumente, Bilder und historische Kontextualisierungen bilden neben den Interviews die zweite Erzählebene dieser Dauerausstellung.


____________________________




Interdisziplinärer Austausch, Ideenfindung


Zeichnung

Übersetzung theoretischer Aussagen, Entwicklung der Charaktere



Anton Zeilinger, Einsteins Spuk, Teleportation und weitere Mysterien der Quantenphysik, C. Bertelsmann Verlag, München, 2005; www.bertelsmann-verlag.de

Zeichnung: Thomas Hamann



Eine Science-Fiction-Würfelmaschine erzeugt Paare von verschränkten Würfeln. Diese Würfel zeigen keine Augenzahl, ehe sie beobachtet werden. Bei der Beobachtung nehmen sie aber beide die selbe Augenzahl an. Dies ist die quantenmechanische Verschränkung, die Albert Einstein als »spukhafte Fernwirkung« bezeichnete.

Mit der Publikation »Einsteins Spuk« bietet der renommierte Porfessor für Experimentalphysik eine auch für Nicht-Wissenschaftler nachvollziehbare, lebendig geschriebene und dennoch umfassende Einführung in ein Wissenschaftsgebiet, das allein mit gesundem Menschenverstand kaum mehr erfassbar ist: die Quantenphysik.


» Ein wesentlicher Bestandteil des vorliegenden Werkes sind die Abbildungen. Die Zeichnungen sollen den Text nicht nur etwas auflockern, sondern dem Leser wesentliche Punkte intuitiv näher bringen. Hier habe ich mit Thomas Hamann eine
sehr bereichernde Zusammenarbeit gefunden. (…) Einige Teile in Einsteines Spuk be-schreiben unmittelbar persönliche Erfahrungen. Andere sind fiktiv, wie etwa die Dialoge zwischen Alice und Bob. Aber auch sie beruhen auf tatsächlich durchgeführten Experimenten. (…) Ebenso sind Alice und Bob nicht nur fiktive Studierende, sondern auch handelnde Personen in Protokollen der Quantenkommunikation und Quantenteleportation. «


Anton Zeilinger, Quantenphysiker


____________________________




Formatentwicklung, Gestaltung und Realisierung


Performative Entwicklung multimedialer Ausstellungsformate

Szenografie, Projektkommunikation



Ganz Wien, Eine Pop-Tour, Wien Museum Karlsplatz, 2017

Kurator*in: Michaela Lindinger, Thomas Mießgang; Grafik: Olaf Osten



Das Konzept der Kuratorin Michaela Lindinger und des Kurators Thomas Mießgang erzählt die Geschichte der Pop-Musik und Pop-Kultur in Wien anhand von zehn repräsentativen Orten/Lokalen und der dort aufgeführten Musik von Beginn der 50ziger Jahre an bis heute.

Erster Gestaltungsansatz: Entwicklung eines Grundsettings für den Ausstellungsraum mit dem Ziel, ein ganzheitliches Raumerlebnis zu erreichen. Eine alternive Form zum ‚klassischen‘ Rundgang mit Kopfhörern. Zweiter Gestaltungsansatz: Einen offenen und spannenden Ort kreieren, der auch nicht-museale „Club-Qualitäten“ transportiert.


Wir entwickelten Soundtrichter (innen mit Absorberschaumstoff ausgestattet). Stationen, in denen die Besucher*innen buch-stäblich in den Sound eintauchen können. Innerhalb der Trichter erreichen wir eine hervorragende Soundqualität, ausserhalb ergibt sich ein gemischter ruhiger Grundton. Dimensionierung, Positionierung und Ausstattung der Trichter, so wie die Sound-regulierung wurden über mehrere Wochen am Modell erprobt und verfeinert. Das Ergebnis ist eine sehr gut besuchte Ausstellung mit hoher Verweildauer und anhaltender Aufmerksamkeit seitens der Besucher*innen.

____________________________




Formatentwicklung, Gestaltung und Realisierung


Performative Entwicklung multimedialer Ausstellungsformate

Szenografie, Projektkommunikation



Wien im Film, Stadtbilder aus 100 Jahren, Wien Museum Karlsplatz, 2010

Kuratoren: Christian Dewald, Michael Loebenstein, Werner Michael Schwarz; Grafik: Lichtwitz, Leinfellner



Die Ausstellung Wien im Film bestand aus sechzig einzelnen Filmsequenzen– ausschließlich bewegte Exponate. Eine Situation, auf die es besonders einzugehen galt, mit dem Ziel, ein ganzheitliches Raumerlebnis zu erreichen, das ohne Kopfhörer auskommt und auf das performative szenische Zusammenspiel abzielt. Die gesamte Ausstellung wurde systematisch durchgeprobt und durch-komponiert.


Wie verändert sich der Raum mit zwei sich gegenüberstehenden Filmszenen ? Wie lange können/sollen diese dauern?
Welche emotionalen Räume entstehen dadurch? Wie läßt man dem einzelnen Film "Luft" zur Erzählung, und wo soll ein
neuer Erzählfaden entstehen, ...

____________________________




Formatentwicklung, Gestaltung und Realisierung


Platzgestaltung, Objektgestaltung, Projektkommunikation




 
41 Tage, Kriegsende 1945 - Verdichtung der Gewalt, Heldenplatz, Wien 2015


Wissenschaftlich– kuratorisches Team: Dieter Binder, Georg Hoffmann, Monika Sommer, Heidemarie Uhl; Fotografie: Stefan Oláh; Grafik: Fuhrer, Wien



Das Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt 41 Tage hat bewußt den Diskurs im öffentlichen Raum gesucht. Der Ausstellungsort auf dem Heldenplatz (in Sichtweite zu dem Balkon, auf dem Adolf Hitler 1938 den „Anschluß“verkündete) sollte dem Thema und dem Erinnern einen zentralen Platz einräumen.


In dialogischer Projektentwicklung mit einem Team aus Kuratorinnen, Wissenschaftler*innen, einem Fotografen, und dem Grafikbüro entstand eine Installation, die sich in die Platzarchitektur einfügt, ohne den Raum zu dominieren, aber dennoch Präsenz behauptet.

____________________________